Aigen stellt solarbetriebenen Jätroboter Element gen3 mit dreifachem Durchsatz vor
Die dritte Generation des autonomen Jäters verdoppelt die Reihenabdeckung und ergänzt Echtzeit-Unkrautartenerkennung - ein Schritt vom Pilotprojekt zur Serienproduktion.
Von Dirk Vandenhirtz
· Robotics · North America · 5 min
Aigen hat den Element gen3 vorgestellt, einen vollständig solarbetriebenen Jätroboter, der den Flächendurchsatz pro Acre im Vergleich zum gen2 verdreifacht. Der Roboter bearbeitet nun gleichzeitig 24- und 30-Zoll-Reihenabstände und integriert ein On-Device-Bilderkennungsmodell, das 47 Unkrautarten in Echtzeit klassifiziert.
Parallel zur Markteinführung hat Bowles Farming Company einen Flottenvertrag über 40 Einheiten für 12.000 Acres im kalifornischen Central Valley geschlossen. Bowles meldet eine 68-prozentige Reduktion der Herbizidkosten während eines zweijährigen gen2-Pilotprojekts.
Technologisch ersetzt der gen3 das bisherige NVIDIA-Jetson-Modul durch einen kundenspezifischen RISC-V-Edge-Chip, der gemeinsam mit SiFive entwickelt wurde und den Stromverbrauch um 55 % senkt. Perowskit-Silizium-Tandemzellen steigern die Solareffizienz auf 28,4 %.
Der Wettbewerb verschärft sich: Carbon Robotics, FarmWise (jetzt AGCO) und Naïo Technologies lieferten 2025 Seriengeräte. Aigens Alleinstellungsmerkmal bleibt die vollständig netzunabhängige Architektur - kein Diesel, kein Batterietausch, keine Ladeinfrastruktur.
Aigen hat bisher 68 Mio. USD eingesammelt und kündigt eine Series C im Q3 2026 an, um nach Europa zu expandieren. Bei Servicekosten von 185 USD/Acre/Saison amortisiert sich das System für die meisten Reihenkulturbetriebe in weniger als zwei Saisons.