TerraClear startet KI-Unkrautkartierung gegen Riesenambrosie
Das neue drohnenbasierte Kartierungssystem identifiziert und geo-taggt einzelne Ambrosia-Pflanzen und reduziert den Herbizideinsatz für Bio-Landwirte um bis zu 80 %.
Von Dirk Vandenhirtz
· Precision Ag · North America · 5 min
TerraClear, bekannt für seine autonomen Steinsammelroboter, expandiert in die Präzisions-Unkrautbekämpfung mit einem spezialisierten Kartierungsdienst für Riesenambrosie. Das System nutzt hochauflösende Drohnenbilder und ein proprietäres Computer-Vision-Modell, trainiert mit über 2,3 Millionen annotierten Ambrosie-Bildern.
Riesenambrosie ist eines der wirtschaftlich schädlichsten Breitblatt-Unkräuter im US-Corn-Belt. Eine einzelne Pflanze kann über 10.000 Samen pro Saison produzieren, und ihr schnelles Wachstum - bis zu 10 cm pro Tag - macht sie nach der Etablierung extrem schwer kontrollierbar.
Der Service arbeitet in drei Stufen: Luftaufnahme auf 60 m Höhe mit Multispektralkameras, KI-gestützte Klassifizierung mit 97,4 % Genauigkeit und Erstellung von Applikationskarten, die mit John Deere Operations Center, CNH PLM und Trimble Ag Software kompatibel sind.
Erste Anwender in Indiana und Illinois berichten, dass die gezielte mechanische Bearbeitung mit TerraClear-Karten die Arbeitsstunden um 62 % im Vergleich zur Vollflächeninspektion reduzierte. Der Preis liegt bei 8,50 USD pro Acre für Flächen über 200 Hektar.
CEO Brent Frei bestätigte, dass Kartierungsmodule für Palmer-Fuchsschwanz und Wasserfuchsschwanz für Q4 2026 in Entwicklung sind - ein direkter Wettbewerb mit Taranis und Sentera.