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Vertical-Farming-Überlebende fokussieren auf Blattgemüse …

Zwei Jahre nach dem Sektor-Schock konvergieren die überlebenden CEA-Betreiber - Infarm 2.0, Néboda, Plenty und Babylon - auf ein engeres Playbook: Blattgemüse, einzelhandelsnahe Mikro-Farmen und knallharte Energiedisziplin. Manche melden erstmals positiven Deckungsbeitrag.

Vertical - AixPoint Dirk Vandenhirtz, Gründer von AixPoint und AgTech-Berater aus Aachen

Vertical-Farming-Überlebende fokussieren auf Blattgemüse - und erreichen endlich profitable Unit Economics

Zwei Jahre nach dem Sektor-Schock konvergieren die überlebenden CEA-Betreiber - Infarm 2.0, Néboda, Plenty und Babylon - auf ein engeres Playbook: Blattgemüse, einzelhandelsnahe Mikro-Farmen und knallharte Energiedisziplin. Manche melden erstmals positiven Deckungsbeitrag.

Von Dirk Vandenhirtz

· CEA / Vertical Farming · Europe · 4 min

Das Vertical-Farming-Blutbad 2024 fegte etwa 60 % der europäischen CEA-Betreiber hinweg - Bowery, Plenty (US) und Infarm (1.0) gingen in Insolvenz oder Restrukturierung. Die 2025 hervorgegangenen Überlebenden - vor allem Infarm 2.0 (Berlin-basiert, um modulare Mikro-Farmen restrukturiert), Spaniens Néboda Farms, Plentys reorganisierte US-Operation und Frankreichs Babylon - haben sich auf ein bemerkenswert enges Playbook eingependelt.

Erstens: nur Blattgemüse. Tomaten, Erdbeeren und andere Fruchtträger sind leise von der Roadmap verschwunden; die Energie-pro-kg-Mathematik trägt außerhalb extremer Klima-Edge-Cases nicht. Zweitens: einzelhandelsnahe Footprints - 200-600 m² Container- oder In-Store-Farmen statt 5.000-m²-Lagerhallen. Drittens: gnadenlose Energieverträge - die meisten Betreiber kaufen Strom heute auf Day-Ahead-Märkten und verschieben Wachstumszyklen in Off-Peak-Stunden, was die Energie-COGS um 30-45 % senkt.

Das finanzielle Ergebnis ist endlich kohärent. Néboda Farms meldete im März 2026 den ersten positiven Deckungsbeitrag (1,40 €/kg Basilikum im Einzelhandel vs. 0,95 € vollkostenbasiert), bestätigt vom Wirtschaftsprüfer. Infarm 2.0 behauptet operative Gewinnschwelle an 12 von 17 aktiven Standorten. Plentys US-Salatoperation projiziert Bruttomargen-Positivität bis Q3 2026.

Die Investorenstimmung bleibt vorsichtig - zu Recht. Die Kategorie wird nicht zum 5-Mrd.-$-Jahres-Peak von 2021-2022 zurückkehren. Aber eine kleinere, profitable Vertical-Farming-Industrie mit vielleicht 400-600 Mio. $ Jahresumsatz ist bis 2027 sichtbar - verankert in einzelhandelsbelieferndem Mikro-Farming für Premium-Blattgemüse und Kräuter.

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