Kubota nimmt Kilters Präzisionssprühroboter AX-1 in sein europäisches Händlernetz
Kubota und Kilter schließen einen europäischen Vertriebsvertrag für den AX-1. 66 Roboter im Einsatz, laut Kilter bis zu 95 Prozent weniger Herbizid.
Kubota und das norwegische Robotikunternehmen Kilter haben einen Rahmenvertrag über Verkauf und Distribution des autonomen Präzisionssprühroboters Kilter AX-1 in Europa geschlossen. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung am 22. Juli 2026 von Kristoffer Magnor, Geschäftsführer von Kilter, und Shinichi Yamada, Präsident von Kubota Holdings Europe. Die Fachpresse berichtete darüber am 8. und 9. Oktober 2026. Aus der Pilotpartnerschaft, die beide Unternehmen im November 2025 auf der Agritechnica angekündigt hatten, wird damit ein dauerhafter Vertriebsweg.
Kommerziell verfügbar ist der AX-1 bereits in Deutschland und in den Niederlanden, den beiden Märkten, in denen Kubota und Kilter bislang zusammenarbeiten. Frankreich und Großbritannien werden als nächste Märkte geprüft, einen Zeitplan nennt keines der beiden Unternehmen. Vertrieb und Service übernehmen die Abteilung Smart Farming Solutions von Kubota und das europäische Händlernetz. Ersatzteile für Kilter liegen bereits im europäischen Teilezentrum von Kubota in Thionville in Frankreich, wo teilnehmende Händler sie über dasselbe System bestellen wie Teile für Kubota-Maschinen.
Die Maschine selbst ist ein kamerageführter Sprüher für hochwertige Kulturen wie Gemüse und Kräuter. KI-gestützte Bilderkennung identifiziert einzelne Unkräuter, und Kilters Single Drop Technology setzt einen Mikrotropfen Herbizid genau darauf. Kubota beschreibt die Genauigkeit mit einem Raster von 6 mal 6 Millimetern über mehr als 15 Kulturen. Den ersten AX-1 brachte Kilter 2021 auf den Markt. Nach Unternehmensangaben sind inzwischen 66 Roboter im Einsatz, haben mehr als eine Million Liter Herbizid vermieden, und der Herbizideinsatz kann je nach Bedingungen um bis zu 95 Prozent unter der herkömmlichen Ausbringung liegen.
Kubota ist auch Investor. Der Konzern führte die Anfang 2026 bekannt gegebene Pre-Series-B-Runde von Kilter über 6,5 Mio. € an, gemeinsam mit bestehenden Gesellschaftern, darunter SBG Invest AS, Pymwymic und Nufarm. Andreas Kaczmarczyk, Vice President Marketing der Tractor Business Unit Europe von Kubota, beschreibt die neue Vereinbarung als schrittweise Ausweitung von einem Markt zum nächsten und nicht als gleichzeitigen europaweiten Start. Stückzahlziele, Preise oder kommerzielle Konditionen nennen die Unternehmen nicht.
Warum das für AgTech-Gründer zählt: Das Schwierige an einem Feldrobotik-Geschäft ist nicht der Roboter, sondern genau in der Woche, in der das Unkraut wächst, ein Ersatzteil und einen geschulten Techniker auf den Betrieb zu bringen. Kilter hat 66 Maschinen im Feld und sich gerade eine Teiletheke in Thionville sowie eine Servicebank in jedem teilnehmenden Kubota-Betrieb gekauft. Diese Infrastruktur hätte eine Series-B-Runde nicht finanziert. Der Preis dafür: Der Hersteller sitzt künftig zwischen Unternehmen und Landwirt, bestimmt das Tempo der Markteintritte und hält seit der Pre-Series B bereits Anteile. Wer zwischen eigenem Vertriebsaufbau und dem Mieten eines fremden Netzes wählt, sollte die Reihenfolge kopieren: die Maschine in zwei Ländern beweisen, den strategischen Investor über eine bewertete Runde hereinlassen und erst dann über Distribution verhandeln, wenn die Pilotzahlen auf dem Tisch liegen.
Kubota nimmt Kilters Präzisionssprühroboter AX-1 in sein europäisches Händlernetz
Der japanische Hersteller und das norwegische Robotikunternehmen haben einen Rahmenvertrag für Vertrieb und Distribution in Europa geschlossen. Deutschland und die Niederlande laufen bereits, Frankreich und Großbritannien werden geprüft.
Kubota und das norwegische Robotikunternehmen Kilter haben einen Rahmenvertrag über Verkauf und Distribution des autonomen Präzisionssprühroboters Kilter AX-1 in Europa geschlossen. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung am 22. Juli 2026 von Kristoffer Magnor, Geschäftsführer von Kilter, und Shinichi Yamada, Präsident von Kubota Holdings Europe. Die Fachpresse berichtete darüber am 8. und 9. Oktober 2026. Aus der Pilotpartnerschaft, die beide Unternehmen im November 2025 auf der Agritechnica angekündigt hatten, wird damit ein dauerhafter Vertriebsweg.
Kommerziell verfügbar ist der AX-1 bereits in Deutschland und in den Niederlanden, den beiden Märkten, in denen Kubota und Kilter bislang zusammenarbeiten. Frankreich und Großbritannien werden als nächste Märkte geprüft, einen Zeitplan nennt keines der beiden Unternehmen. Vertrieb und Service übernehmen die Abteilung Smart Farming Solutions von Kubota und das europäische Händlernetz. Ersatzteile für Kilter liegen bereits im europäischen Teilezentrum von Kubota in Thionville in Frankreich, wo teilnehmende Händler sie über dasselbe System bestellen wie Teile für Kubota-Maschinen.
Die Maschine selbst ist ein kamerageführter Sprüher für hochwertige Kulturen wie Gemüse und Kräuter. KI-gestützte Bilderkennung identifiziert einzelne Unkräuter, und Kilters Single Drop Technology setzt einen Mikrotropfen Herbizid genau darauf. Kubota beschreibt die Genauigkeit mit einem Raster von 6 mal 6 Millimetern über mehr als 15 Kulturen. Den ersten AX-1 brachte Kilter 2021 auf den Markt. Nach Unternehmensangaben sind inzwischen 66 Roboter im Einsatz, haben mehr als eine Million Liter Herbizid vermieden, und der Herbizideinsatz kann je nach Bedingungen um bis zu 95 Prozent unter der herkömmlichen Ausbringung liegen.
Kubota ist auch Investor. Der Konzern führte die Anfang 2026 bekannt gegebene Pre-Series-B-Runde von Kilter über 6,5 Mio. € an, gemeinsam mit bestehenden Gesellschaftern, darunter SBG Invest AS, Pymwymic und Nufarm. Andreas Kaczmarczyk, Vice President Marketing der Tractor Business Unit Europe von Kubota, beschreibt die neue Vereinbarung als schrittweise Ausweitung von einem Markt zum nächsten und nicht als gleichzeitigen europaweiten Start. Stückzahlziele, Preise oder kommerzielle Konditionen nennen die Unternehmen nicht.
Warum das für AgTech-Gründer zählt: Das Schwierige an einem Feldrobotik-Geschäft ist nicht der Roboter, sondern genau in der Woche, in der das Unkraut wächst, ein Ersatzteil und einen geschulten Techniker auf den Betrieb zu bringen. Kilter hat 66 Maschinen im Feld und sich gerade eine Teiletheke in Thionville sowie eine Servicebank in jedem teilnehmenden Kubota-Betrieb gekauft. Diese Infrastruktur hätte eine Series-B-Runde nicht finanziert. Der Preis dafür: Der Hersteller sitzt künftig zwischen Unternehmen und Landwirt, bestimmt das Tempo der Markteintritte und hält seit der Pre-Series B bereits Anteile. Wer zwischen eigenem Vertriebsaufbau und dem Mieten eines fremden Netzes wählt, sollte die Reihenfolge kopieren: die Maschine in zwei Ländern beweisen, den strategischen Investor über eine bewertete Runde hereinlassen und erst dann über Distribution verhandeln, wenn die Pilotzahlen auf dem Tisch liegen.