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hexafarms sammelt 4,8 Mio. € Seed ein, um Gewächshaus-Sensorik und Scouting-Roboter im Abo zu verkaufen

Ananda Impact Ventures und der Green Generation Fund führen die Runde des Berliner Unternehmens gemeinsam an, dazu kommt ein Nachrangdarlehen

hexafarms sammelt 4,8 Mio. € Seed ein, um Gewächshaus-Sensorik und Scouting-Roboter im Abo zu verkaufen

hexafarms, ein Berliner Unternehmen für Gartenbau-Software und Robotik, hat am 6. Oktober 2026 eine Seed-Runde über 4,8 Mio. € bekannt gegeben. Ananda Impact Ventures und der Green Generation Fund führten sie gemeinsam an, Grey Silo Ventures und better ventures kamen hinzu, die bestehenden Investoren Speedinvest, Mudcake und Techstars beteiligten sich erneut. Neben dem Eigenkapital verfügt das Unternehmen über ein Nachrangdarlehen von bis zu 800.000 € aus dem Startup-Programm der Rentenbank. hexafarms wurde 2021 gegründet und wird von Gründer und Geschäftsführer David Ahmed geleitet.

Verkauft wird kein einzelnes Gerät, sondern ein Betriebssystem für den professionellen Gartenbau. Drahtlose Sensoren im Gewächshaus erfassen Klima- und Pflanzendaten alle fünf Minuten, darunter CO2, Temperatur, Luftfeuchte und Einstrahlung. Die Ertragsprognose-Modelle rechnen mit mehr als 70 Parametern, und autonome Roboter fahren die Reihen ab, um Schädlinge und Krankheiten zu erkennen; laut HortiDaily schaffen sie zwei bis drei Hektar pro Tag. Das Gesamtpaket läuft im Abonnement, wobei hexafarms Planung, Installation und Wartung übernimmt und nicht Hardware ausliefert, die der Betrieb besitzen und instand halten muss.

Die Traktionszahlen sind der Grund, weshalb es diese Runde gibt. Mehr als 50 Betriebe in 13 Ländern nutzen die Technik, und nach Angaben des Unternehmens wurden in diesem Jahr Erzeugnisse im Wert von über 300 Mio. € über die Plattform gesteuert. Die Modelle decken inzwischen rund 50 Sorten ab, darunter Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen und Beeren. HortiDaily nennt SanLucar sowie die Erzeugergenossenschaften Elo und Royal ZON als Kunden.

Das Geld geht an zwei Stellen hin. Erstens in die Technik selbst: weitere Arbeit an drahtloser Pflanzensensorik und am automatisierten Scouting von Schädlingen und Krankheiten, also an die beiden Teile des Stacks, die noch Hardware-Entwicklung brauchen und nicht nur Modellpflege. Zweitens in den kommerziellen Ausbau, konkret in der DACH-Region, den Benelux-Ländern und Spanien. Zur Größe des Hebels sagte Ahmed gegenüber AgNavigator, „selbst die besten Gärtner lassen 30 % an möglicher Umsatzverbesserung liegen“.

Warum das für AgTech-Gründer zählt: Das Interessante an dieser Runde ist das Geschäftsmodell, nicht der Sensor. Sensorik und Robotik im Abo zu verkaufen und Installation wie Wartung selbst zu halten, verschiebt die Investition von der Bilanz des Betriebs in die eigene. Das ist schwerer zu finanzieren und deutlich leichter zu verkaufen. Genau deshalb ist das Nachrangdarlehen der Rentenbank neben dem Eigenkapital wichtiger, als seine Größe vermuten lässt: Hardware-as-a-Service funktioniert nur, wenn der Anlagenbestand mit etwas Billigerem als Venture-Eigenkapital finanziert werden kann. Wer im geschützten Anbau die nationalen Landwirtschaftsförderbanken und zinsgünstigen Instrumente seines Marktes nicht durchgearbeitet hat, verwässert sich, um Sensoren zu kaufen. Die zweite Lehre ist die Reihenfolge. Über 50 Betriebe in 13 Ländern vor einer Seed-Runde sind im Gewächshaus-Software-Geschäft der Beweis, der zählt, denn ein Pilot ist leicht und die Verlängerung nicht. Nur so kann ein Unternehmen eine Zahl wie 300 Mio. € gesteuerter Erzeugnisse nennen statt einer Zahl von Installationen. Offen bleibt, wie immer bei Ertragsprognosen, ob die Zahl eine Entscheidung verändert: Eine Prognose verdient ihr Abo, wenn sie Personalplanung und Vorverkäufe bewegt, und bleibt sonst ein Dashboard. Der Gang nach Benelux und Spanien stellt das vor die professionellsten Gewächshausbetriebe Europas, die eigene Berater haben und die Behauptung nachmessen werden.

Quelle: AgNavigator

hexafarms sammelt 4,8 Mio. € Seed ein, um Gewächshaus-Sensorik und Scouting-Roboter im Abo zu verkaufen

Ananda Impact Ventures und der Green Generation Fund führen die Runde des Berliner Unternehmens gemeinsam an, dazu kommt ein Nachrangdarlehen der Rentenbank von bis zu 800.000 €. Über die Plattform laufen bereits Erzeugnisse im Wert von mehr als 300 Mio. € bei über 50 Betrieben in 13 Ländern.

Von Dirk Vandenhirtz

· CEA / Vertical Farming · Europe · 4 min

hexafarms, ein Berliner Unternehmen für Gartenbau-Software und Robotik, hat am 6. Oktober 2026 eine Seed-Runde über 4,8 Mio. € bekannt gegeben. Ananda Impact Ventures und der Green Generation Fund führten sie gemeinsam an, Grey Silo Ventures und better ventures kamen hinzu, die bestehenden Investoren Speedinvest, Mudcake und Techstars beteiligten sich erneut. Neben dem Eigenkapital verfügt das Unternehmen über ein Nachrangdarlehen von bis zu 800.000 € aus dem Startup-Programm der Rentenbank. hexafarms wurde 2021 gegründet und wird von Gründer und Geschäftsführer David Ahmed geleitet.

Verkauft wird kein einzelnes Gerät, sondern ein Betriebssystem für den professionellen Gartenbau. Drahtlose Sensoren im Gewächshaus erfassen Klima- und Pflanzendaten alle fünf Minuten, darunter CO2, Temperatur, Luftfeuchte und Einstrahlung. Die Ertragsprognose-Modelle rechnen mit mehr als 70 Parametern, und autonome Roboter fahren die Reihen ab, um Schädlinge und Krankheiten zu erkennen; laut HortiDaily schaffen sie zwei bis drei Hektar pro Tag. Das Gesamtpaket läuft im Abonnement, wobei hexafarms Planung, Installation und Wartung übernimmt und nicht Hardware ausliefert, die der Betrieb besitzen und instand halten muss.

Die Traktionszahlen sind der Grund, weshalb es diese Runde gibt. Mehr als 50 Betriebe in 13 Ländern nutzen die Technik, und nach Angaben des Unternehmens wurden in diesem Jahr Erzeugnisse im Wert von über 300 Mio. € über die Plattform gesteuert. Die Modelle decken inzwischen rund 50 Sorten ab, darunter Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen und Beeren. HortiDaily nennt SanLucar sowie die Erzeugergenossenschaften Elo und Royal ZON als Kunden.

Das Geld geht an zwei Stellen hin. Erstens in die Technik selbst: weitere Arbeit an drahtloser Pflanzensensorik und am automatisierten Scouting von Schädlingen und Krankheiten, also an die beiden Teile des Stacks, die noch Hardware-Entwicklung brauchen und nicht nur Modellpflege. Zweitens in den kommerziellen Ausbau, konkret in der DACH-Region, den Benelux-Ländern und Spanien. Zur Größe des Hebels sagte Ahmed gegenüber AgNavigator, „selbst die besten Gärtner lassen 30 % an möglicher Umsatzverbesserung liegen“.

Warum das für AgTech-Gründer zählt: Das Interessante an dieser Runde ist das Geschäftsmodell, nicht der Sensor. Sensorik und Robotik im Abo zu verkaufen und Installation wie Wartung selbst zu halten, verschiebt die Investition von der Bilanz des Betriebs in die eigene. Das ist schwerer zu finanzieren und deutlich leichter zu verkaufen. Genau deshalb ist das Nachrangdarlehen der Rentenbank neben dem Eigenkapital wichtiger, als seine Größe vermuten lässt: Hardware-as-a-Service funktioniert nur, wenn der Anlagenbestand mit etwas Billigerem als Venture-Eigenkapital finanziert werden kann. Wer im geschützten Anbau die nationalen Landwirtschaftsförderbanken und zinsgünstigen Instrumente seines Marktes nicht durchgearbeitet hat, verwässert sich, um Sensoren zu kaufen. Die zweite Lehre ist die Reihenfolge. Über 50 Betriebe in 13 Ländern vor einer Seed-Runde sind im Gewächshaus-Software-Geschäft der Beweis, der zählt, denn ein Pilot ist leicht und die Verlängerung nicht. Nur so kann ein Unternehmen eine Zahl wie 300 Mio. € gesteuerter Erzeugnisse nennen statt einer Zahl von Installationen. Offen bleibt, wie immer bei Ertragsprognosen, ob die Zahl eine Entscheidung verändert: Eine Prognose verdient ihr Abo, wenn sie Personalplanung und Vorverkäufe bewegt, und bleibt sonst ein Dashboard. Der Gang nach Benelux und Spanien stellt das vor die professionellsten Gewächshausbetriebe Europas, die eigene Berater haben und die Behauptung nachmessen werden.

Quelle: AgNavigator

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