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ROA und Edacious legen erstmals Messwerte für regenerativ-biologische Lebensmittel vor

Erster ROC-Nährwertreport: Rinderhackfleisch liegt bei Omega-3 um 124 % bis 388 % über dem USDA-Referenzwert, bei 46 veröffentlichten Produkten.

ROA und Edacious legen erstmals Messwerte für regenerativ-biologische Lebensmittel vor

Die Regenerative Organic Alliance und das Lebensmittellabor Edacious haben am 8. Oktober 2026 den ersten Nährwertreport zu regenerativ-biologischen Lebensmitteln veröffentlicht, datiert auf Sacramento in Kalifornien. Er deckt das erste Jahr einer vierjährigen Zusammenarbeit ab, in dem mehr als 50 nach Regenerative Organic Certified zertifizierte Produkte im Edacious Food Lab analysiert wurden. Dreizehn Marken gaben ihre Ergebnisse zur Veröffentlichung frei, insgesamt 46 Produkte. AgFunderNews, das am selben Tag über die Mitteilung berichtete, nennt 17 Marken, die mindestens ein Produkt testen ließen.

Der veröffentlichte Datensatz umfasst Hackfleisch, Bohnen und Hülsenfrüchte sowie das Hülsenfrucht-, Saaten- und Ölsortiment der Marke SIMPLi. Bei den Fetten lag ROC-Rinderhackfleisch von drei Marken im Gesamtgehalt an Omega-3 um 124 Prozent bis 388 Prozent über dem USDA-Referenzwert. Über das untersuchte ROC-Hackfleisch hinweg reichte das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 von 1,06 zu 1 bis 2,29 zu 1, gegenüber rund 8,3 zu 1, die die Mitteilung für konventionelles Rib-Eye aus Getreidemast angibt.

Bei Mineralstoffen und Ballaststoffen lagen alle zehn SIMPLi-Bohnen und -Hülsenfrüchte im Phosphorgehalt über ihrem USDA-Referenzwert. Acht der zehn erreichten die Einstufung als reiche Ballaststoffquelle, die beiden anderen als gute Quelle. Mehrere ROC-Hülsenfrüchte erwiesen sich als reiche Selenquelle, während der USDA-Referenzwert nur Spuren ausweist. Eine Portion schwarzer SIMPLi-Linsen deckte 113 Prozent des Tagesbedarfs. Der Report weist darauf hin, dass Selen in Pflanzen dem Gehalt des Bodens folgt, auf dem sie gewachsen sind, weshalb die Partnerschaft dieses Muster weiter beobachten will. Bei Schadstoffen lag jedes Produkt des SIMPLi-Sortiments aus Hülsenfrüchten, Saaten und Ölen bei Schwermetallen unter der Bestimmungsgrenze.

Erklärtes Ziel sind mehr als 200 ROC-Produkte bis zum Ende der vier Jahre, einschließlich Vergleichen mit konventionellen, biologischen und regenerativ, aber nicht biologisch erzeugten Lebensmitteln. Christopher Gergen, Geschäftsführer der Regenerative Organic Alliance, beschrieb das Vorhaben als Versuch, das, was Landwirte seit langem annehmen, mit messbaren Daten zu belegen. „Geprüfte Daten fügen die nächste Vertrauensebene hinzu: zu messen, was am Ende im Lebensmittel steckt“, sagte Eric J. Smith, Gründer und Geschäftsführer von Edacious. Auch Mike Salguero, Geschäftsführer von ButcherBox, wird in der Mitteilung zitiert. Zu den im veröffentlichten Datensatz genannten Marken gehören neben SIMPLi auch Niman Ranch, Patagonia Provisions, Lundberg und Charcutnuvo. Weder die Mitteilung noch der Bericht von AgFunderNews gibt an, dass die Ergebnisse ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben oder in einer Fachzeitschrift erschienen sind.

Warum das für AgTech-Gründer zählt: Die regenerative Landwirtschaft sucht seit Jahren einen Abnehmer, der zahlt, und Bodenkohlenstoff ist dieser Abnehmer im großen Maßstab nie geworden. Nährstoffdichte ist der nächste Kandidat, denn hier zahlt die Kundschaft im Einzelhandel und nicht ein freiwilliger Kohlenstoffmarkt, und eine Aussage auf der Packung lässt sich bepreisen. Drei Punkte in diesem Datensatz verdienen einen kühlen Blick, bevor jemand darauf aufbaut. Erstens ist der Vergleichsmaßstab ein USDA-Referenzwert, also ein nationaler Durchschnitt und keine parallel erhobene konventionelle Probe aus derselben Saison vom Nachbarschlag. Effektstärken dieser Größe schrumpfen üblicherweise, sobald jemand die gepaarte Variante erhebt. Wer 388 Prozent in einem Pitch nennt, sollte mit genau dieser Rückfrage rechnen. Zweitens war die Veröffentlichung freiwillig: 13 der testenden Marken entschieden sich dafür, womit der öffentliche Datensatz von denen ausgewählt wurde, denen er nützt. Drittens schneidet der Selenbefund in beide Richtungen. Folgt der Mineralstoff in der Pflanze dem Boden, dann variiert die Aussage von Schlag zu Schlag, und eine Zahl, die von Schlag zu Schlag variiert, kann ohne chargenweise Prüfung nicht auf ein nationales Etikett. Genau dort liegt das Geschäft. Der Vermögenswert, der hier entsteht, ist nicht der Report, sondern ein chargenbezogener Prüfdatensatz an einem Zertifizierungszeichen. Der ist verteidigbar, wenn der Einzelhandel für die Aussage zahlt, und reiner Kostenblock, wenn nicht. Wer Messung in die Lebensmittelbranche verkauft, sollte diesen Unterschied im Modell einpreisen, bevor er das Labor einpreist.

Quelle: AgFunderNews

ROA und Edacious legen erstmals Messwerte für regenerativ-biologische Lebensmittel vor

Das erste Jahr eines vierjährigen Messprogramms umfasst mehr als 50 Produkte mit Regenerative Organic Certified. Dreizehn Marken gaben 46 davon zur Veröffentlichung frei. Vergleichsmaßstab ist der USDA-Referenzwert, nicht eine parallel erhobene konventionelle Probe.

Von Dirk Vandenhirtz

· Sustainability · United States · 4 min

Die Regenerative Organic Alliance und das Lebensmittellabor Edacious haben am 8. Oktober 2026 den ersten Nährwertreport zu regenerativ-biologischen Lebensmitteln veröffentlicht, datiert auf Sacramento in Kalifornien. Er deckt das erste Jahr einer vierjährigen Zusammenarbeit ab, in dem mehr als 50 nach Regenerative Organic Certified zertifizierte Produkte im Edacious Food Lab analysiert wurden. Dreizehn Marken gaben ihre Ergebnisse zur Veröffentlichung frei, insgesamt 46 Produkte. AgFunderNews, das am selben Tag über die Mitteilung berichtete, nennt 17 Marken, die mindestens ein Produkt testen ließen.

Der veröffentlichte Datensatz umfasst Hackfleisch, Bohnen und Hülsenfrüchte sowie das Hülsenfrucht-, Saaten- und Ölsortiment der Marke SIMPLi. Bei den Fetten lag ROC-Rinderhackfleisch von drei Marken im Gesamtgehalt an Omega-3 um 124 Prozent bis 388 Prozent über dem USDA-Referenzwert. Über das untersuchte ROC-Hackfleisch hinweg reichte das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 von 1,06 zu 1 bis 2,29 zu 1, gegenüber rund 8,3 zu 1, die die Mitteilung für konventionelles Rib-Eye aus Getreidemast angibt.

Bei Mineralstoffen und Ballaststoffen lagen alle zehn SIMPLi-Bohnen und -Hülsenfrüchte im Phosphorgehalt über ihrem USDA-Referenzwert. Acht der zehn erreichten die Einstufung als reiche Ballaststoffquelle, die beiden anderen als gute Quelle. Mehrere ROC-Hülsenfrüchte erwiesen sich als reiche Selenquelle, während der USDA-Referenzwert nur Spuren ausweist. Eine Portion schwarzer SIMPLi-Linsen deckte 113 Prozent des Tagesbedarfs. Der Report weist darauf hin, dass Selen in Pflanzen dem Gehalt des Bodens folgt, auf dem sie gewachsen sind, weshalb die Partnerschaft dieses Muster weiter beobachten will. Bei Schadstoffen lag jedes Produkt des SIMPLi-Sortiments aus Hülsenfrüchten, Saaten und Ölen bei Schwermetallen unter der Bestimmungsgrenze.

Erklärtes Ziel sind mehr als 200 ROC-Produkte bis zum Ende der vier Jahre, einschließlich Vergleichen mit konventionellen, biologischen und regenerativ, aber nicht biologisch erzeugten Lebensmitteln. Christopher Gergen, Geschäftsführer der Regenerative Organic Alliance, beschrieb das Vorhaben als Versuch, das, was Landwirte seit langem annehmen, mit messbaren Daten zu belegen. „Geprüfte Daten fügen die nächste Vertrauensebene hinzu: zu messen, was am Ende im Lebensmittel steckt“, sagte Eric J. Smith, Gründer und Geschäftsführer von Edacious. Auch Mike Salguero, Geschäftsführer von ButcherBox, wird in der Mitteilung zitiert. Zu den im veröffentlichten Datensatz genannten Marken gehören neben SIMPLi auch Niman Ranch, Patagonia Provisions, Lundberg und Charcutnuvo. Weder die Mitteilung noch der Bericht von AgFunderNews gibt an, dass die Ergebnisse ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben oder in einer Fachzeitschrift erschienen sind.

Warum das für AgTech-Gründer zählt: Die regenerative Landwirtschaft sucht seit Jahren einen Abnehmer, der zahlt, und Bodenkohlenstoff ist dieser Abnehmer im großen Maßstab nie geworden. Nährstoffdichte ist der nächste Kandidat, denn hier zahlt die Kundschaft im Einzelhandel und nicht ein freiwilliger Kohlenstoffmarkt, und eine Aussage auf der Packung lässt sich bepreisen. Drei Punkte in diesem Datensatz verdienen einen kühlen Blick, bevor jemand darauf aufbaut. Erstens ist der Vergleichsmaßstab ein USDA-Referenzwert, also ein nationaler Durchschnitt und keine parallel erhobene konventionelle Probe aus derselben Saison vom Nachbarschlag. Effektstärken dieser Größe schrumpfen üblicherweise, sobald jemand die gepaarte Variante erhebt. Wer 388 Prozent in einem Pitch nennt, sollte mit genau dieser Rückfrage rechnen. Zweitens war die Veröffentlichung freiwillig: 13 der testenden Marken entschieden sich dafür, womit der öffentliche Datensatz von denen ausgewählt wurde, denen er nützt. Drittens schneidet der Selenbefund in beide Richtungen. Folgt der Mineralstoff in der Pflanze dem Boden, dann variiert die Aussage von Schlag zu Schlag, und eine Zahl, die von Schlag zu Schlag variiert, kann ohne chargenweise Prüfung nicht auf ein nationales Etikett. Genau dort liegt das Geschäft. Der Vermögenswert, der hier entsteht, ist nicht der Report, sondern ein chargenbezogener Prüfdatensatz an einem Zertifizierungszeichen. Der ist verteidigbar, wenn der Einzelhandel für die Aussage zahlt, und reiner Kostenblock, wenn nicht. Wer Messung in die Lebensmittelbranche verkauft, sollte diesen Unterschied im Modell einpreisen, bevor er das Labor einpreist.

Quelle: AgFunderNews

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