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EIF sagt Nordic Foodtech VC bis zu 30 Mio. € für 80-Mio.-€-Fonds II zu

Geld aus InvestEU, dem EU-Fonds für Meere, Fischerei und Aquakultur sowie EIB-Risikokapital verankert den zweiten Fonds der Helsinkier Gesellschaft.

EIF sagt Nordic Foodtech VC bis zu 30 Mio. € für 80-Mio.-€-Fonds II zu

Der Europäische Investitionsfonds hat am 10. September 2026 bis zu 30 Mio. € für Nordic Foodtech VC Fund II zugesagt und bringt das zweite Vehikel der Helsinkier Gesellschaft damit in Richtung eines Zielvolumens von 80 Mio. €. Fonds II hatte im April 2025 ein erstes Closing über 40 Mio. €. Das EIF-Geld stammt aus dem InvestEU-Eigenkapitalprodukt für Klima- und Umweltlösungen, dem Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds sowie aus EIB-Risikokapitalmitteln.

Der Fonds will rund 30 Unternehmen im Pre-Seed und Seed finanzieren, mit Erstinvestments von bis zu 2 Mio. € plus Reserven für Folgerunden. Das Mandat umfasst Landwirtschaft, Lebensmittel, Aquakultur, Gesundheit und Ernährung sowie Biosolutions, ausdrücklich auch Spin-offs aus Universitäten und Forschungszentren. Hauptjagdgebiet ist Nordeuropa, Investments im übrigen Europa bleiben möglich.

Der erste Fonds von Nordic Foodtech VC finanzierte 18 Unternehmen in den nordischen und baltischen Ländern. Mika Kukkurainen, Mitgründer und Managing Partner, erklärte, die EIF-Zusage erlaube es der Gesellschaft, ihre Abdeckung auf ganz Nordeuropa auszuweiten, und verwies auf Deep-Tech-Arbeiten zu Ernährungssicherheit, Resilienz und Ernährung. Karl Nehammer, Vizepräsident der EIB-Gruppe, bezeichnete das Investment als das Kapital und die Expertise, die europäische Agrar- und Lebensmittelforschung benötigt, um aus dem Labor in einen Markt zu kommen.

Es handelt sich um eine LP-Zusage, nicht um eine Start-up-Runde, also um ein Signal auf der Angebotsseite des Kapitals. An Agrar- und Lebensmittelforschung fehlt es in Europa nicht, wohl aber an Fonds, die den ersten institutionellen Scheck dafür ausstellen, besonders im Norden und im Baltikum, wo 2 Mio. € oft die komplette Seed-Runde sind. Ein Zielvolumen von 80 Mio. € auf etwa 30 Namen verteilt deutet auf ein Portfolio, das auf Kapitaleffizienz ausgelegt ist und nicht auf einen einzelnen Ausreißer. Ein öffentlicher Ankerinvestor dieser Größe kommt üblicherweise mit Berichtspflichten und einem klar formulierten Klima- und Ernährungssicherheitsmandat.

Was das für Gründer in einer Finanzierungsrunde bedeutet: Ein frisch aufgefüllter Seed-Fonds mit definiertem Sektormandat ist der nützlichste Investor überhaupt, weil das Geld unter Zeitdruck investiert werden muss und die Thesis schon geschrieben ist. Drei praktische Hinweise. Erstens ist der genannte Fokus breit, aber konkret. Wer Aquakultur, Biosolutions oder Ernährung adressiert, sollte sich genau dort positionieren, statt sich allgemein AgTech zu nennen und zu hoffen. Zweitens bedeutet ein Erstticket von maximal 2 Mio. € plus Reserven, dass eine nordisch geführte Seed-Runde fast immer Co-Investoren von Tag eins braucht. Die Syndikatskarte entsteht also vor dem ersten Termin, nicht nach dem Term Sheet. Drittens sind Klima- und Ernährungssicherheit durch die Herkunft aus InvestEU und dem Meeres- und Fischereifonds keine Dekoration, sondern die Berichtslinie des Fonds. Die Wirkungszahlen gehören im Datenraum in derselben Qualität wie die kommerziellen. Spin-off-Gründer im DACH-Raum sollten zur Kenntnis nehmen, dass die Geografie Nordeuropa zuerst nennt und das übrige Europa möglich bleibt. Das ist eine Einladung, die Ausnahme zu sein, keine verschlossene Tür.

EIF sagt Nordic Foodtech VC bis zu 30 Mio. € für 80-Mio.-€-Fonds II zu

Geld aus InvestEU, dem EU-Fonds für Meere, Fischerei und Aquakultur sowie EIB-Risikokapital verankert den zweiten Fonds der Helsinkier Gesellschaft. Geplant sind rund 30 Pre-Seed- und Seed-Tickets von bis zu 2 Mio. € in Nordeuropa.

Von Dirk Vandenhirtz

· Funding · Europe · 3 min

Der Europäische Investitionsfonds hat am 10. September 2026 bis zu 30 Mio. € für Nordic Foodtech VC Fund II zugesagt und bringt das zweite Vehikel der Helsinkier Gesellschaft damit in Richtung eines Zielvolumens von 80 Mio. €. Fonds II hatte im April 2025 ein erstes Closing über 40 Mio. €. Das EIF-Geld stammt aus dem InvestEU-Eigenkapitalprodukt für Klima- und Umweltlösungen, dem Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds sowie aus EIB-Risikokapitalmitteln.

Der Fonds will rund 30 Unternehmen im Pre-Seed und Seed finanzieren, mit Erstinvestments von bis zu 2 Mio. € plus Reserven für Folgerunden. Das Mandat umfasst Landwirtschaft, Lebensmittel, Aquakultur, Gesundheit und Ernährung sowie Biosolutions, ausdrücklich auch Spin-offs aus Universitäten und Forschungszentren. Hauptjagdgebiet ist Nordeuropa, Investments im übrigen Europa bleiben möglich.

Der erste Fonds von Nordic Foodtech VC finanzierte 18 Unternehmen in den nordischen und baltischen Ländern. Mika Kukkurainen, Mitgründer und Managing Partner, erklärte, die EIF-Zusage erlaube es der Gesellschaft, ihre Abdeckung auf ganz Nordeuropa auszuweiten, und verwies auf Deep-Tech-Arbeiten zu Ernährungssicherheit, Resilienz und Ernährung. Karl Nehammer, Vizepräsident der EIB-Gruppe, bezeichnete das Investment als das Kapital und die Expertise, die europäische Agrar- und Lebensmittelforschung benötigt, um aus dem Labor in einen Markt zu kommen.

Es handelt sich um eine LP-Zusage, nicht um eine Start-up-Runde, also um ein Signal auf der Angebotsseite des Kapitals. An Agrar- und Lebensmittelforschung fehlt es in Europa nicht, wohl aber an Fonds, die den ersten institutionellen Scheck dafür ausstellen, besonders im Norden und im Baltikum, wo 2 Mio. € oft die komplette Seed-Runde sind. Ein Zielvolumen von 80 Mio. € auf etwa 30 Namen verteilt deutet auf ein Portfolio, das auf Kapitaleffizienz ausgelegt ist und nicht auf einen einzelnen Ausreißer. Ein öffentlicher Ankerinvestor dieser Größe kommt üblicherweise mit Berichtspflichten und einem klar formulierten Klima- und Ernährungssicherheitsmandat.

Was das für Gründer in einer Finanzierungsrunde bedeutet: Ein frisch aufgefüllter Seed-Fonds mit definiertem Sektormandat ist der nützlichste Investor überhaupt, weil das Geld unter Zeitdruck investiert werden muss und die Thesis schon geschrieben ist. Drei praktische Hinweise. Erstens ist der genannte Fokus breit, aber konkret. Wer Aquakultur, Biosolutions oder Ernährung adressiert, sollte sich genau dort positionieren, statt sich allgemein AgTech zu nennen und zu hoffen. Zweitens bedeutet ein Erstticket von maximal 2 Mio. € plus Reserven, dass eine nordisch geführte Seed-Runde fast immer Co-Investoren von Tag eins braucht. Die Syndikatskarte entsteht also vor dem ersten Termin, nicht nach dem Term Sheet. Drittens sind Klima- und Ernährungssicherheit durch die Herkunft aus InvestEU und dem Meeres- und Fischereifonds keine Dekoration, sondern die Berichtslinie des Fonds. Die Wirkungszahlen gehören im Datenraum in derselben Qualität wie die kommerziellen. Spin-off-Gründer im DACH-Raum sollten zur Kenntnis nehmen, dass die Geografie Nordeuropa zuerst nennt und das übrige Europa möglich bleibt. Das ist eine Einladung, die Ausnahme zu sein, keine verschlossene Tür.

Quelle: Tech.eu

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