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Open Cosmos sammelt 300 Mio. € für europäische

2026-09-15 — Lightrock führt die Runde des in Oxford ansässigen Betreibers an, der vier europäische Werke betreibt und jene Bilddatenschicht verkauft, auf der…

Open Cosmos sammelt 300 Mio. € für europäische

Open Cosmos hat am 14. September 2026 eine Finanzierung über 300 Mio. € bekannt gegeben. Lightrock führte die Runde an. Beteiligt waren außerdem ETF Partners, Entrepreneurs First, Institut Català de Finances, A&G Global Investors, Trill Impact, Phoenix Court, der britische National Security Strategic Investment Fund, die Convex Group, Santander Alternative Investments, Sankara, Ireon Ventures, Sustainable Forward Capital, der Endeavor Catalyst Fund, Iberis Capital, Shilling VC, Amena Ventures und Claret Capital Partners sowie zwei internationale Pensionsfonds, die das Unternehmen nicht nennt. Claret Capital Partners stellte eine Venture-Debt-Tranche. Eine Bewertung nannte das Unternehmen nicht; das Fachmedium SatNews berichtet von einer Series C mit einer Bewertung von über 1 Mrd. US-Dollar.

Das Unternehmen wurde 2015 von Rafel Jordà Siquier gegründet, der weiterhin Geschäftsführer ist. Der Sitz ist Oxford, rund 400 Beschäftigte arbeiten im Vereinigten Königreich, in Spanien, Portugal und Griechenland. Vier europäische Werke haben zusammen die Kapazität, einen Satelliten pro Tag zu bauen. Nach Angaben des Unternehmens hat jeder bisher gestartete Satellit den Orbit erreicht.

Das Geschäft besteht aus vier Teilen. OpenOrbit entwickelt, baut und betreibt Satelliten für Kunden. OpenConstellation ist geteilte Satelliteninfrastruktur, in die sich Mitglieder einkaufen, statt sie allein zu finanzieren. ConnectedCosmos deckt Breitband- und IoT-Kommunikation ab. DataCosmos verarbeitet Bild- und Sensordaten zu dem, was das Unternehmen als Überwachung und Entscheidungsfindung nahezu in Echtzeit beschreibt.

Das Geld fließt in den Ausbau der Serienfertigung von Satelliten, in die schnellere Einführung von ConnectedCosmos, OpenConstellation und DataCosmos sowie in den Aufbau der Teams in Entwicklung, Fertigung und Software. „Weltrauminfrastruktur wird so kritisch wie Energie, digitale Netze und Verkehr“, sagte Jordà Siquier. Dass der britische National Security Strategic Investment Fund und das Institut Català de Finances im Gesellschafterkreis stehen, setzt staatliches Kapital neben das Wachstumskapital, was bei europäischen Raumfahrtrunden inzwischen die übliche Form ist.

Warum das für AgTech-Gründer zählt: Kaum ein Agrarunternehmen besitzt die Beobachtungsschicht, auf der sein Produkt steht. Diese Runde verändert die Angebotsseite dieser Abhängigkeit, nicht die Pixel. Drei praktische Punkte. Erstens ist ein besser kapitalisierter europäischer Betreiber eine zweite Quelle neben den etablierten Anbietern, von denen die meisten Bestandsüberwachungsprodukte stillschweigend nur einen einzigen nutzen; Einkaufsabteilungen bei Genossenschaften und Lebensmittelherstellern fragen das inzwischen schriftlich ab. Zweitens entscheiden Wiederholrate und Latenz darüber, ob Satellitendaten agronomisch nützlich sind, nicht die Auflösung: ein Feld wöchentlich mit zehn Metern schlägt ein Feld monatlich mit einem Meter. Drittens ist ein geteiltes Konstellationsmodell die Kaufen-statt-Bauen-Option, also abonnierte Kapazität, nach derselben Logik, die Agrar-Start-ups davon abgebracht hat, eigene Rechenzentren zu kaufen. Die Warnung bleibt die alte: Bilddaten waren in der Landwirtschaft nie für sich genommen ein Geschäft. Die Marge lag immer in der agronomischen Entscheidung darüber, und billigere Pixel senken eine Kostenposition, schaffen aber keinen Burggraben.

Open Cosmos sammelt 300 Mio. € für europäische Satellitenfertigung und Erdbeobachtungsdaten

Lightrock führt die Runde des in Oxford ansässigen Betreibers an, der vier europäische Werke betreibt und jene Bilddatenschicht verkauft, auf der die meisten Precision-Ag-Produkte aufsetzen.

Von Dirk Vandenhirtz

· Deep Tech · Europe · 3 min

Open Cosmos hat am 14. September 2026 eine Finanzierung über 300 Mio. € bekannt gegeben. Lightrock führte die Runde an. Beteiligt waren außerdem ETF Partners, Entrepreneurs First, Institut Català de Finances, A&G Global Investors, Trill Impact, Phoenix Court, der britische National Security Strategic Investment Fund, die Convex Group, Santander Alternative Investments, Sankara, Ireon Ventures, Sustainable Forward Capital, der Endeavor Catalyst Fund, Iberis Capital, Shilling VC, Amena Ventures und Claret Capital Partners sowie zwei internationale Pensionsfonds, die das Unternehmen nicht nennt. Claret Capital Partners stellte eine Venture-Debt-Tranche. Eine Bewertung nannte das Unternehmen nicht; das Fachmedium SatNews berichtet von einer Series C mit einer Bewertung von über 1 Mrd. US-Dollar.

Das Unternehmen wurde 2015 von Rafel Jordà Siquier gegründet, der weiterhin Geschäftsführer ist. Der Sitz ist Oxford, rund 400 Beschäftigte arbeiten im Vereinigten Königreich, in Spanien, Portugal und Griechenland. Vier europäische Werke haben zusammen die Kapazität, einen Satelliten pro Tag zu bauen. Nach Angaben des Unternehmens hat jeder bisher gestartete Satellit den Orbit erreicht.

Das Geschäft besteht aus vier Teilen. OpenOrbit entwickelt, baut und betreibt Satelliten für Kunden. OpenConstellation ist geteilte Satelliteninfrastruktur, in die sich Mitglieder einkaufen, statt sie allein zu finanzieren. ConnectedCosmos deckt Breitband- und IoT-Kommunikation ab. DataCosmos verarbeitet Bild- und Sensordaten zu dem, was das Unternehmen als Überwachung und Entscheidungsfindung nahezu in Echtzeit beschreibt.

Das Geld fließt in den Ausbau der Serienfertigung von Satelliten, in die schnellere Einführung von ConnectedCosmos, OpenConstellation und DataCosmos sowie in den Aufbau der Teams in Entwicklung, Fertigung und Software. „Weltrauminfrastruktur wird so kritisch wie Energie, digitale Netze und Verkehr“, sagte Jordà Siquier. Dass der britische National Security Strategic Investment Fund und das Institut Català de Finances im Gesellschafterkreis stehen, setzt staatliches Kapital neben das Wachstumskapital, was bei europäischen Raumfahrtrunden inzwischen die übliche Form ist.

Warum das für AgTech-Gründer zählt: Kaum ein Agrarunternehmen besitzt die Beobachtungsschicht, auf der sein Produkt steht. Diese Runde verändert die Angebotsseite dieser Abhängigkeit, nicht die Pixel. Drei praktische Punkte. Erstens ist ein besser kapitalisierter europäischer Betreiber eine zweite Quelle neben den etablierten Anbietern, von denen die meisten Bestandsüberwachungsprodukte stillschweigend nur einen einzigen nutzen; Einkaufsabteilungen bei Genossenschaften und Lebensmittelherstellern fragen das inzwischen schriftlich ab. Zweitens entscheiden Wiederholrate und Latenz darüber, ob Satellitendaten agronomisch nützlich sind, nicht die Auflösung: ein Feld wöchentlich mit zehn Metern schlägt ein Feld monatlich mit einem Meter. Drittens ist ein geteiltes Konstellationsmodell die Kaufen-statt-Bauen-Option, also abonnierte Kapazität, nach derselben Logik, die Agrar-Start-ups davon abgebracht hat, eigene Rechenzentren zu kaufen. Die Warnung bleibt die alte: Bilddaten waren in der Landwirtschaft nie für sich genommen ein Geschäft. Die Marge lag immer in der agronomischen Entscheidung darüber, und billigere Pixel senken eine Kostenposition, schaffen aber keinen Burggraben.

Quelle: Tech.eu

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